Fairtradetown - ein Projekt für Herbede!
Noch in diesem Jahr können sich deutsche Städte und Kommunen erstmals um den Titel Fairtrade-Town bewerben. Dazu müssen sie nachweisen, dass in ihrer Stadt fair gehandelt und konsumiert wird.
In
Großbritannien können sich schon
hunderte Kommunen mit dieser Auszeichnung schmücken. Dort wurde auch im Jahr 2000 das Städtchen Garstang zur weltweit ersten „Fairtrade-Town“ ernannt. Seit dem ist die Zahl der „fairen“ Städte allein auf der Insel auf über 300 gestiegen, weitere 200 britische Städte arbeiten momentan auf die Auszeichnung hin. Das berichtet die deutsche Fair-Handels-Organisation TransFair e.V. in ihrem April-Newsletter. Die Kampagne hat auch international weite Kreise gezogen. Mittlerweile werden demnach bereits in 17 europäischen Ländern, in Nordamerika und Australien Jahr für Jahr „Fairtrade-Towns“ ausgezeichnet.
Voraussetzung dafür ist die Erfüllung von fünf Kriterien: So müssen zum Beispiel fair gehandelte Produkte in öffentlichen Einrichtungen und in der Gastronomie verfügbar sein. Außerdem sollen die lokalen Einzelhändler mindesten zwei verschiedene Produkte aus Fairem Handel anbieten und die Kommunen dazu beitragen, den Fairen Handel durch öffentlichkeitswirksame Aktionen bekannter zu machen. Die ersten Fairtrade-Towns in Deutschland sollen diesem Herbst benannt werden. Nach dem Riesenerfolg der Kampagne weltweit hofft TransFair, dass sich auch in Deutschland viele Städte, Kommunen und Gemeinden für den Fairen Handel stark machen. Die Kriterien für Deutschland stehen noch nicht genau fest, aber Herbede ist auf jeden Fall bei den Antragstellern dabei.